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Es war ein wunderschöner Morgen auf dem kleinen Bauernhof von Bauer Max. Die Sonne schien hell am Himmel, und der Tau glitzerte auf den Grashalmen. Klara, die neugierige Kuh, wachte in ihrem Stall auf und spürte sofort, dass heute ein besonderer Tag werden würde. Klara war bekannt für ihre Abenteuerlust. Während die anderen Kühe zufrieden im Stall standen, wollte Klara immer wissen, was sich jenseits der Weiden und Felder befand.
„Heute werde ich etwas ganz Neues erleben“, dachte sie bei sich und machte sich bereit für ein Abenteuer.
Nachdem Bauer Max die Tiere gefüttert hatte, öffnete er das große Holztor zur Weide. Die Kühe trotteten hinaus, um frisches Gras zu fressen. Doch Klara hatte anderes im Sinn. Sie erinnerte sich an ein kleines, verstecktes Tor am Rand der Weide.
Neulich hatte sie beobachtet, wie ein paar Hühner durch das Tor geschlüpft waren und neugierig auf der anderen Seite scharrten. Klara beschloss, es sich genauer anzusehen. Mit ihrem großen Kopf stieß sie das Tor vorsichtig auf und trat hindurch.
Auf der anderen Seite fand Klara eine wunderschöne, wilde Wiese, die sie noch nie zuvor gesehen hatte. Die Blumen leuchteten in allen Farben, und die Luft war voller summender Bienen und zwitschernder Vögel. Klara graste ein wenig und schnupperte neugierig an einer violetten Blume.
Plötzlich hörte sie ein Rascheln im Gebüsch. Heraus kam ein kleiner, frecher Hase mit langen Ohren. „Wer bist denn du?“ fragte der Hase neugierig.
„Ich bin Klara, die Kuh. Und wer bist du?“
„Ich heiße Hoppel“, sagte der Hase und machte einen fröhlichen Hüpfer. „Willst du sehen, wo ich wohne?“
Klara nickte begeistert. Sie folgte Hoppel über die Wiese zu einem kleinen Bau unter einer alten Eiche.
Während Klara sich umblickte, bemerkte sie, dass sie von oben beobachtet wurde. Auf einem Ast der Eiche saß eine große Eule mit goldgelben Augen.
„Wer wagt es, meinen Baum zu betreten?“ fragte die Eule mit einer tiefen Stimme.
Klara erschrak ein wenig, doch Hoppel lachte. „Das ist nur Eulalia, die weise Eule. Sie sieht zwar streng aus, aber sie ist sehr klug und nett.“
„Guten Tag, Eulalia“, sagte Klara höflich. „Ich bin Klara und wollte nur ein wenig die Gegend erkunden.“
„Nun, Klara“, sagte die Eule, „es ist immer gut, Neues zu entdecken. Aber vergiss nie, dich auf deinem Weg auch zu fragen, wie du zurückfindest.“
Klara nickte nachdenklich. „Vielen Dank für den Rat. Ich werde darauf achten.“
Hoppel führte Klara weiter zu einem plätschernden Bach. Das Wasser glitzerte in der Sonne, und Klara trank ein paar Schlucke. „Hier treffen sich oft die Tiere des Waldes“, erklärte Hoppel. „Vielleicht siehst du ja jemanden, der dir gefällt.“
Kaum hatte er das gesagt, kam ein Entenküken mit schnellen Schritten auf sie zu. „Hilfe! Hilfe!“ quakte es. „Meine Mama ist weg, und ich finde den Weg zum Teich nicht mehr!“
Klara versprach zu helfen. Gemeinsam mit Hoppel und dem Entenküken folgte sie den Spuren am Ufer entlang. Sie fragten eine Schildkröte und eine Familie Frösche, bis sie schließlich den großen Teich fanden. Dort wartete die Entenmutter bereits ängstlich auf ihr Küken.
„Danke, dass ihr mein Baby sicher nach Hause gebracht habt“, sagte die Entenmutter. Klara fühlte sich sehr stolz.
Langsam wurde es Abend, und Klara dachte an den Rat der Eule. Sie musste zurück nach Hause. Gemeinsam mit Hoppel fand sie den Weg über die Wiese und durch das kleine Tor zurück zur Weide.
Als Bauer Max abends die Tiere zählte, stand Klara brav zwischen den anderen Kühen. Niemand wusste von ihrem großen Abenteuer – außer Hoppel und den neuen Freunden, die sie getroffen hatte.
Im Bett dachte Klara über den Tag nach. Sie hatte nicht nur eine neue Welt entdeckt, sondern auch gelernt, wie wichtig es ist, anderen zu helfen und auf die eigenen Schritte zu achten.